Sigma DP1
Die ist eine persönliche Meinung zu einer Kamera. Es handelt sich NICHT um einen ausführlichen Test. Man könnte es als eine Zusammenfassung der persönlichen Eindrücke bezeichnen. Es handelt sich weder um eine Kaufempfehlung noch um ein Abraten vom Kauf!
Die Sigma DP1 war aufgrund einer Werbeaktion von Sigma in meinem Haus. Es gab eine Leihaktion vom Hause Sigma Deutschland: Zwei Wochen Digma DP1 testen ür 12 Euro.
Gelesen beim digiklix newsfeed, auf den Link zur Sigma DP1 geklickt und das Leiformular ausgedruckt und hingefaxt. Und schon war ich Tester der DP1.
Der Leihservice, übrigens übernommen von der Firma Scheuermann, klappte hervorragend, sehr netter aMail- und Telefon-Kontakt zur Sachbearbeiterin. Aufgrund eines Urlaubs war es dann ab dem 28.05.2008 soweit. Geschickt in einem Koffer der Firma Dörr, sehr gut verpackt war die Kamera mitsamt Zubehör dann da.
Zum Lieferumfang gehörte laut Leihschein:
- SIGMA DP1
- Blitz EF-140 DG
- Externer Sucher (View Finder) VF-11
- AC Adapter SAC-3
- Gegenlichtblende HA-11
- Akkuladegerät BC-31
- Li-Ion Akku BP-31
- SIGMA Photo Pro Software CD
- 1 GB SD-Card
- USB- & Videokabel
Bei mir war nicht die 1 GB SD-Card (davon habe ich mehrere...) und auch nicht der AC Adapter SAC-3 dabei. Zumindest habe ich den AC Adapter nicht gefunden, dafür aber ein zweites Akkuladegerät BC-31 und zwei Li-Ionen Akkus BP-31.
Die Kamera war schnell in Betrieb genommen und für erste Testphotos bereit. Das ganze natürlich ohne Lesen der Gebrauchsanleitung. Schnell das nervige Gepiepse moderner Kameras ausgeschaltet und dem Photovergnügen war
nichts mehr im Weg gestanden.
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Erster Eindruck: Sehr wertige Haptik, das ganze macht einen klasse Eindruck. Bei einer UVP von 799,- € auch zu erwarten. Aufgrund des großen Chips, ein FOVEON X3 mit etwa der APS-C Fläche (20,7 mm ×13,8 mm) (hier hat sich auf der Sigma Seite "Technische Daten der SIGMA DP1" ein Einheitenfehler eingeschlichen. Auf der Seite steht 20,7 × 13,8 mm, Stand 19.06.2008)) ist des Objektiv recht groß. Die echten 16,6mm Brennweite des Objektivs ergeben den Bildeindruck eines 28mm Objektiv an einer Kleinbildkamera. Die Sigma-Rechnung der Auflösung mit 14,06 MP (2652×1768×3 Schichten) ist natürlich Quatsch, aber das steht im Kapitel Marketing begründet (ganz davon abgesehen, dass die Angabe der Anzahl der Pixel erst mit der Größe des Chips zu einer, an Auflösung erinnernde, Größe angegeben werden kann (vergl. Artikel zu Auflösung ). Es sind 4,69MP (2652×1768) auf einem APS-C großen Chip. Für Kenner: Aufgrund der verschiedenen Eindringtiefen von Licht verschiedener Wellenlängen in Silizium kann so die volle Farbinformation in jedem Pixel gespeichert werden. Ein Bayer-Filter (ein Farbfilter, der vor dem Chip auf den Pixeln liegt) ist somit für diesen Chip nicht nötig.
Soviel zur Technik, die auch Motivation war, den Leihservice in Anspruch zu nehmen.
Testbilder... Die Kamera ist so langsam beim Fokusieren und somit beim Auslösen, dass ich das Auslösepiepsen wieder eingeschaltet habe, um wenigstens einigermaßen mitzubekommen wann die Kamera auch tatsächlich ein Bild macht. Das Bild auf dem sehr gut lesbaren und angenehm scharfen Display friert beim Fokussieren ein. Ein Phänmomen, das noch nichtmal meine alte Minolta Dimage Z1 zeigt. Mit anderen Worten ein in Bewegung befindliches Objekt ist gar nicht zu fotografieren, da es sich zum Zeitpunkt des Auslösens schon woanders befindet. Menschen müssen also schon echt Geduld mitbringen wenn sie sich fotografieren lassen. Wie gesagt, es handelt sich hier um keinen Test mit Messwerten wie Auslöseverzögerung, Fokussierzeit und dann Speicherzeit. Womit ich bei einem weiteren Problem wäre. Nach dem Auslösen ist die Kamerera für einige Zeit ausser Gefecht gesetzt... Einige Testbildersind in der Galerie SIGMA DP1 zu finden.
Der View-Finder: Ein nettes Gadget ist der View-Finder, der auf den Blitzschueh aufgeschoben werden kann. Da es sich um ein rein optisches system handelt ist die Qualitaet natuerlich super. Nicht zu vergleichen mit den elektronischen Sucherbildchen, die sonst, wenn ueberhaupt noch, in digitalen Kompaktkameras zu finden sind. Benutzbar wird der View-Finder jedoch nur mit dem Kammera eigenen Auslösepiepsen, da man sonst nicht mitbekommt ob die Kamera irgendetwas gemacht hat. Am Ende habe ich den View-Finder dann doch recht selten benutzt.
Der kamerainterne Blitz: Das ist ein schwieriges Thema. Die Abschattung des Blitzes mit aufgesetzter Streulichtblende ist unübersehbar. Aber auch ohne Streulichtblende ist das rechte untere Eck des Bildes verdunkelt. Grund ist das Objektiv. So richtig nutzbar ist also der kamerainterne Blitz nur im Notfall. Frei nach dem Motto: Ein Bild ist besser als kein Bild. Den externen Blitz habe ich nicht getestet.
Eignung der Kamera: Am besten ist die Kamera geeignet für sich nicht bewegende Objekte, sehr geduldige Models und Landschaftsaufnahmen. Dafür bekommt man dann sehr gute Bilder, die feine Farbverläufe und Weißunterschiede zum Vorschein bringen, die eine normale Kamera nicht im Stande ist aufzuzeichnen.
Software: Leider ist die Software unter Linux offiziell nicht lauffähig, da nur Mac OSX und Fenster Versionen mitgeliefert werden. Einen Test mit wine habe ich nicht durchgeführt. Die Raw-Dateien mit der Endung x3f konnte ich mit meiner Linuxinstallation (SuSE 10.3) nicht in jpegs umwandeln. Ein detaillierter Test hierzu steht noch aus, wird aber aus eitgründen nicht stattfinden.
Alles in allem: Die Kamera ist sicher für Liebhaber zu empfehlen. Die Benutzung wie eine "alte" Kamera ist sehr angenehm und auch in der heutigen Zeit noch nicht überholt! Für die "ich mache mal einen Schnappschuss"-Photographen ist die Kamera sicher nicht geeignet. Aber Landschaften, Stillleben lassen sich hervorragend umsetzen.
Aktualisiert (Samstag, den 25. September 2010 um 12:43 Uhr)


